
Tätigkeit: Koordination, Lobbying und Vernetzung zwischen Internationalen Organisationen, kirchlichen Institutionen, Nichtregierungsorganisationen und der betroffenen Bevölkerung in Zimbabwe und im Exil
Projekt: ---
Ort: Genf
Beteiligte: Marlon Zakeyo, Menschenrechtsjurist
Gegründet: 2008
fepa-Partner seit: 2008
Betrag des fepa: 15'000 CHF (Juni 2008 - Mai 2009)
Die Stimme der zimbabwischen Bevölkerung findet international nicht genügend Gehör. Angesichts der gegenwärtigen Umbruchsituation ist
es jedoch wichtig, dass die Zivilgesellschaft in internationalen Foren vertreten ist. Direkte Information über die Entwicklung der Lage
und Stellungnahmen aus Zimbabwe tragen dazu bei, dass eine dauerhafte Lösung des Konflikts in Zimbabwe gefunden werden kann. In enger
Zusammenarbeit mit dem fepa wurde im Juni deshalb ein Zimbabwe Menschenrechtsbüro beim Weltkirchenrat in Genf eröffnet, es ist als
«Human Rights Advocacy Office for Southern Africa» der World Student Christian Federation angegliedert.
Marlon Zakeyo, ein junger zimbabwischer Menschenrechtsjurist, vernetzt internationale Organisationen, den Menschenrechtsrat und den
Weltkirchenrat und koordiniert deren Aktivitäten im Zusammenhang mit Zimbabwe und dem Südlichen Afrika. Er organisiert Konferenzen,
Veranstaltungen, Runde Tische und Stellungnahmen. Seine Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Bevölkerung Zimbabwes
nicht in Vergessenheit gerät.
Die Lage der Bevölkerung ist katastrophal. In Zusammenhang mit den kürzlich durchgeführten Wahlen wurde den Hilfswerken und
internationalen Organisationen die operationelle Tätigkeit durch eine ministerielle Verfügung untersagt. Besonders betroffen davon sind
die Schwächsten, nämlich Kinder und Kranke. Sicherheitskräfte und mit der regierenden Partei verbundene Milizen verübten schwere
Übergriffe gegen Zivilisten, Vertreter der Zivilgesellschaft und Anhänger der Opposition; Menschen wurden getötet, zusammen geschlagen,
gefoltert und zum Teil schwer verletzt; 200 000 wurden vertrieben, ihre Häuser angezündet, ihr Eigentum geplündert oder zerstört.
Die Krise in Zimbabwe hat auch gravierende Implikationen für die ganze Region: Im Mai 2008 ist es in Südafrika zu schwerwiegenden
fremdenfeindlichen Ausschreitungen gekommen.