Menschenrechtsstelle für Zimbabwe und das Südliche Afrika in Genf
| Projektpartner: | Zimbabwe Advocacy Office Geneva |
| Ziel: | Vernetzung zwischen Internationalen Organisationen, ökumenischen Institutionen, Nichtregierungsorganisationen und der betroffenen Bevölkerung in Zimbabwe und im Exil |
| Aktivitäten: | Koordination, Anwaltschaft, Öffentlichkeitsarbeit |
| Ort: | Genf |
| Zielgruppe: | internationale Organisationen, afrikanische Regierungen, ökumenische Organisationen |
| fepa-Partner seit: | 2008 |
| Beitrag 2011: | 35'000 CHF |
Die Lage der zimbabwischen Bevölkerung ist katastrophal. In Zusammenhang mit den im 2008 durchgeführten Wahlen wurde den Hilfswerken und internationalen Organisationen die operationelle Tätigkeit durch eine ministerielle Verfügung untersagt. Sicherheitskräfte und mit der regierenden Partei verbundene Milizen verübten schwere Übergriffe gegen Zivilisten, Vertreter der Zivilgesellschaft und Anhänger der Opposition; Menschen wurden getötet, zusammen geschlagen, gefoltert und zum Teil schwer verletzt; 200’000 wurden vertrieben, ihre Häuser angezündet, ihr Eigentum geplündert oder zerstört. Die Krise in Zimbabwe hat auch gravierende Implikationen für die ganze Region: Im Mai 2008 ist es in Südafrika zu schwerwiegenden fremdenfeindlichen Ausschreitungen gekommen.
Die Stimme der zimbabwischen Bevölkerung findet international nicht genügend Gehör. Angesichts der gegenwärtigen Umbruchsituation ist es jedoch wichtig, dass die Zivilgesellschaft in internationalen Foren vertreten ist. Direkte Information über die Entwicklung der Lage und Stellungnahmen aus Zimbabwe tragen dazu bei, dass eine dauerhafte Lösung des Konflikts in Zimbabwe gefunden werden kann. Auf Initiative von fepa wurde im Juni 2008 deshalb ein Zimbabwe Menschenrechtsbüro beim Weltkirchenrat in Genf eröffnet; es ist als «Zimbabwe Advocacy Office» der World Student Christian Federation angegliedert.
Marlon Zakeyo, ein junger zimbabwischer Menschenrechtsjurist, vernetzt internationale Organisationen, den Menschenrechtsrat und den Weltkirchenrat und koordiniert deren Aktivitäten im Zusammenhang mit Zimbabwe und dem Südlichen Afrika. Neben dem Monitoring der Menschenrechtssituation in Zimbabwe organisiert er Konferenzen, Veranstaltungen, Runde Tische und Stellungnahmen. Seine Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Bevölkerung Zimbabwes nicht in Vergessenheit gerät.
Weitere Informationen
- Interview mit Marlon Zakeyo (ZAO) über die Visa-Verweigerung der Schweizer Behörden für die Gefolgschaft von Präsident Mugabe (englisch, 02. November 2011)
- Hirtenbrief der katholischen Bischofskonferenz von Zimbabwe vom 14. Januar 2011
- Communiqué des 5. Treffens des Ecumenical Zimbabwe Networks in Genf am 21.- 22. Oktober 2010
- Kurzbericht vom 4. Jahrestreffen des Ecumenical Zimbabwe Networks in Genf am 21.-22. Januar 2010
- Mitteilungsblatt Oktober 2008 (pdf)
- Pressemitteilungen
- Blog Zimbabwe Advocacy Office
- Ungewisse Perspektiven in Zimbabwe
- Blutdiamanten aus Zimbabwe
- Medienmitteilung: Schweiz lehnt einseitige KP-Entscheidung ab, den Verkauf von Diamanten aus Simbabwe weider zuzulassen


