Khulumani Support Group

Solidarität mit Apartheidopfern

 

Projektpartner: Khulumani Support Group
Ziel: Anerkennung der Rechte und Besserstellung von Apartheidopfern
Aktivitäten: psychosoziale Unterstützung, Interessensvertretung der Apartheidopfer, Datenbank der Menschenrechtsverletzungen
Ort: Südafrika, Kapprovinz
Zielgruppe: Opfer von Menschenrechtsverletzungen während der Apartheid
fepa-Partner seit: 2004
Beitrag 2010/11: 20'000 CHF

 

 

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Die Selbsthilfeorganisation Khulumani wurde 1995 während des Mandats der Wahrheits- und Versöhnungskommission von Überlebenden von schweren Menschenrechtsverletzungen und deren Familien gegründet. Khulumani versteht sich als Stimme der Opfer; in der Öffentlichkeit und gegenüber der Regierung vertritt Khulumani die Interessen von mehr als 50'000 registrierten Opfern. So hat sich die Organisation 2008 gerichtlich und mit Erfolg gegen eine von der Regierung Südafrikas verfügte Generalamnestie für Täter gewehrt, die selbst bei schweren Menschenrechtsverletzungen völlige Straffreiheit bedeutet hätte. Khulumani kämpft dafür, dass die oft in grosser Armut lebenden Opfer schwerer Menschenrechtsverletzungen Entschädigungen erhalten. Deshalb hat die Organisation 2002 Klage gegen internationale Konzerne eingereicht, welche mit ihrer Geschäftstätigkeit Beihilfe zu den Menschenrechtsverbrechen des Apartheidregimes leisteten. Im April 2009 liess das Distriktgericht New York in einem bahnbrechenden Entscheid die Klagen gegen internationale Konzerne zu und ein paar Monate später zog die südafrikanische Regierung ihre Opposition gegen die Apartheidklagen zurück.

 

Seit 2003 werden die Aktivitäten für die Provinz Western Cape von einem Büro in Kapstadt aus koordiniert, das vom fepa finanziert wird. Im Western Cape umfasst Khulumani heute rund 10’000 Mitglieder. Vor allem in den ländlichen Gebieten lassen sich immer noch neue Mitglieder in der Datenbank der Organisation registrieren. Durch organisierte Transporte wird jetzt auch älteren und gebrechlichen Mitgliedern die Teilnahme an Sitzungen und Workshops ermöglicht. Dort können die prägenden und traumatisierenden Erlebnisse untereinander ausgetauscht und verarbeitet werden. An Gedenktagen macht Khulumani auf die Wunden der Vergangenheit aufmerksam und erinnert an das «unfinished business of Apartheid».

 


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