Entstehungsgeschichte
Der Impuls zur Gründung von fepa erfolgte 1959, als die Berner Lehrerin Hedwig Schneeberger vom Aufbau von Gemeinschaftsfarmen im damaligen Rhodesien erfuhr: In gemeinsamer gleichberechtigter Arbeit schufen schwarze und weisse PionierInnen ein für damals in die Zukunft weisendes Projekt für die Entwicklung des Landes im südlichen Afrika. Hedwig Schneeberger engagierte sich mit voller Kraft für die finanzielle Unterstützung dieses antirassistischen Projektes, das die rhodesische Regierung und ihre Ideologie der weissen Suprematie mit seinem partnerschaftlichen Ansatz herausforderte. Sie fand Unterstützung bei Gleichgesinnten, so dass 1963 der Verein Fonds für Entwicklung und Partnerschaft in Afrika gegründet werden konnte, übrigens mit der aktiven Unterstützung von Flüchtlingsmutter Gertrud Kurtz vom Christlichen Friedensdienst sowie des Bernischen Lehrervereins.
In den frühen 60er Jahren, als die Mehrheit der afrikanischen Staaten die Unabhängigkeit von den früheren Kolonialmächten erlangte, sympathisierte die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung noch mit den weissen Siedlergesellschaften, die sich gegen eine Veränderung ihrer politischen Vorherrschaft stemmten. Die Haltung von fepa war in diesem Umfeld fortschrittlich und mutig. Elemente, die den fepa heute noch prägen, waren damals bereits präsent.
1. Das grundsätzliche Eintreten für Menschenrechte und Demokratie, gegen Rassismus und Rassendiskriminierung als Voraussetzung für Entwicklung.
2. Entwicklungspolitisches Engagement sowohl in Afrika wie auch in der Schweiz.
3. Das Prinzip der gleichberechtigten Partnerschaft und des gegenseitigen Respekts.
4. Die Unterstützung für Initiativen von engagierten Menschen vor Ort.
5. Die geografische Ausrichtung auf das Südliche Afrika und insbesondere auf Rhodesien bzw. Zimbabwe.
6. Die tragende Rolle von Frauen in der Arbeit von fepa.
Zimbabwe ist das Schwerpunktland von fepa geblieben, der seine Partner dort durch die Turbulenzen der letzten Jahre eng begleitete. Über die rhodesische Partnerorganisation wurden noch in den 60er Jahren erste Kontakte zur neu entstehenden Kooperativbewegung in Tansania geknüpft, die später als Ujamaa bekannt werden sollte. Im tansanischen Ruvuma-Distrikt unterstützte fepa diese Basisinitiative, bevor sie als Staatsdoktrin eingeführt und bürokratisiert wurde. Während vieler Jahre arbeitete fepa daraufhin mit CDTF (Community Development Trust Fund) zusammen. Das erste Engagement von fepa in Südafrika begann 1966 mit der Unterstützung von Projekten von Mazibuko, einem Pionier des biologischen Landbaus. Weitere Partner von fepa in Südafrika waren das Hilltop Empowerment Center von Rommel Roberts im Eastern Cape sowie das Mdantsane Friedensprojekt. In Moçambique ist fepa erst seit 2004 tätig. Damals gelangten ehemalige Mitglieder des Vereins Solidarität mit Moçambique an fepa heran mit dem Vorschlag einer Zusammenarbeit im Bereich der Malariaprävention in der Provinz Cabo Delgado an der Grenze zu Tansania.

